25. Altmühlturnier 


 

Ergebnislisten

 

Magnet für Reitsportler und Zuschauer 

Am Wochenende vom 12. bis 14. Juni lockte das 25. Altmühlturnier eine Heerschar von Zuschauern auf das Vereinsgelände des Herrieder Reitvereins, darunter erfreulich viele einheimische Besucher. Seit 1984 finden verschiedene Pferdeleistungsschauen unter der Regie der Herrieder Reiter statt. Da man in den vergangenen 31 Jahren auch Bayerische und Fränkische Meisterschaften ausrichtete, die nicht unter den Begriff Altmühlturnier fallen, konnte man in diesem Jahr das silberne Jubiläum feiern.
Zahlreiche Reitsportler wetteiferten an den drei Turniertagen um Siege und Platzierungen. Die Palette reichte dabei von der Ponyführzügelklasse – hier zeigten sich schon Vierjährige den Juroren und dem Publikum – bis hin zu Dressur- und Springprüfungen der schweren Klasse. Neben Reiterinnen und Reitern aus Franken, Schwaben und dem angrenzenden Baden Württemberg präsentierten sich auch die Herrieder Reiterinnen und Reiter in ausgezeichneter Form. Von den ca. 50 Startern für den gastgebenden Verein belegten 19 am Ende einen Platz auf dem Treppchen, darunter fünf Mal das Siegerpodest.
Das Interesse der Pferdesportler am Altmühlturnier war wieder einmal enorm. Deshalb wurden die Prüfungen auf drei Außenplätzen und in der Reithalle durchgeführt. Insgesamt wurden bei den 32 ausgeschriebenen Prüfungen aufgrund der notwendigen Teilungen am Ende 45 Goldene Schleifen durch das Richtergremium mit Marle Koch-Schneider als LK-Beauftragte vergeben. Wertungsprüfungen für die Kreismeisterschaft, Stationen für den Nürnberger Burgpokal, zwei Prüfungen für den Sattel-Profi-Cup, das Mannschaftsspringen sowie ein Kostümspringen gestalteten das Turnierprogramm sehr abwechslungsreich. Richtig zur Sache ging es beim Zwei-Phasen-M**-Springen und dem S*-Springen mit Siegerrunde, galt es bei beiden zunächst den Normalparcours fehlerfrei zu überwinden. Beim ersten schloss sich das Stechen unmittelbar an das letzte Hindernis an, bei der Klasse S kamen nur die vier Besten in die Siegerrunde. In beiden Wettbewerben lieferten sich Nico Fackler aus Arberg und Martin Joas aus Gerolfingen einen spannenden Zweikampf um den Sieg. Beim M-Springen trennten beide am Ende nur zwei Hundertstel Sekunden. Auch bei der Siegerrunde fehlten Joas weniger als eine Sekunde auf Fackler.

Nicht minder spannende Leistungsvergleiche gab es im Dressurviereck. Wobei hier weniger die Sekunden als mehr die Bewertung durch die bis zu dreiköpfige Jury über Sieg und Platzierung entscheiden. Bei der S*-Dressur am Sonntagvormittag lag am Ende Alexandra Sessler souverän vorne. Anders bei der M**-Dressur am Samstagnachmittag. Hier lagen die ersten vier Reiterinnen nur 0,26% auseinander. Gewonnen hat diese und auch die M*-Dressur Simone Moll, die damit ihren Vorjahresdoppelerfolg wiederholen konnte. Auf Platz 2 bzw. 5 landete Marion Fohrer, die auch bei der S*-Dressur und beim S*-Springen jeweils den vierten Platz belegte. Sie zählt damit zu den wohl vielseitigsten erfolgreichen Reiterinnen aus der Region in den höheren Reitsportprüfungen.

Das Rote Kreuz aus Herrieden hatte nur wenig zu tun, da die seltenen Stürze zum Glück alle glimpflich verliefen. Das überaus große Zuschauerinteresse begeisterte sogar Johann Sedlmeier, den Ehrenpräsidenten des gastgebenden Vereins und Initiator der Altmühlturniere in Herrieden.

Eine Besonderheit wurde in diesem Jahr am Sonntagnachmittag geboten. Zu den Grußworten des Schirmherrn, dem Bürgermeister der Stadt Herrieden, spielten nicht nur die Es-Bläser der Herrieder Jagdhorngruppe auf, es präsentierten sich auch die Siegerin und die Platzierten der S*-Dressur auf dem großen Springplatz den dort zahlreich anwesenden Zuschauern. Ein Bild das man in unserer Region nicht oft geboten bekommt. Der Schirmherr, Manfred Niederauer als amtierender Bürgermeister und Vereinsvorstand Günther Heinrich bedankten sich vor allem auch bei der Vielzahl an freiwilligen Helfern, die eine derart große Veranstaltung nun schon seit so langer Zeit mit gleichbleibendem Engagement und Erfolg durchführen. Dem Bewirtungsteam um Uschi Heinrich gelang es mit vereinten Kräften die Teilnehmer und Gäste vom Frühstück bis zum Abendessen zu verköstigen. Als Neuerung gab es nicht nur „Fairen Kaffee“ – in der „Fairtrade-Gemeinde“ – sondern auch täglich frisch geräucherte Forellen aus der Region.

Viele hundert Reiter mit ihren Pferden, die in über 30 Prüfungen an den Start gehen, sorgen natürlich für einen ordentlichen Trubel, nicht nur bei den Siegerehrungen. Dass es trotz des hektischen Treibens auf dem Vereinsgelände auch in diesem Jahr wieder gelang, während der traditionellen Vorabendmesse mit den Jagdhornbläsern die notwendige Ruhe einkehren zu lassen, verblüfft immer wieder. So ist es auch für Stadtpfarrer Peter Wenzel inzwischen eine willkommene Gelegenheit außerhalb der Kirchenmauern eine  stattliche Anzahl von Gläubigen an einem etwas ungewöhnlichen Ort ungestört und mit Andacht begrüßen zu können.





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